Wege-Pfade-Spuren - Ostroute

Hinab zu den Ursprüngen der Industrialisierung und hinauf zu den Höhen der Hochwacht

Wanderzeit ca. 2 Std. (7,5 km)


Wir starten bei der Windrose vor dem Gemeindehaus gehen rechts an der Turnhalle vorbei durch die Schulanlage „Neues Dörfli" zum VOLG.  Die Strasse zu überqueren ist nicht nötig. Der Rütistrasse entlang erreichen wir die Katholische Kirche. Rechts von ihr steht das Stationsgebäude (1) samt Güterschuppen der ehemaligen Uerikon-Bauma-Bahn (UeBB) mit Uhr und Läutwerk, beides betriebstüchtig. Über den Bahnhöfli-Platz erreichen wir hinter dem alten Bahnwagen wieder die Rütistrasse. Beim „Blatten-Märt" biegen wir in die Blattenstrasse ein. Diese führt uns zunächst abwärts und dann fast ebenaus zum Tobelbach. Vor dem Holzbrüggli lohnt sich etwas links zu gehen, zu einem grossen Findling aus Kalkschiefer (2).

Wieder zurück geht es über das Brüggli in den Wald auf den Ampèreweg. Da treffen wir auf die Welt der Industrie. Fabrikanlagen stehen neben Bauten aus dem frühen 19. Jahrhundert. Damals war die Wasserkraft noch einziger Energieträger. Der idyllische Fabrikweiher dient heute Feuerwehr und Zivilschutz als Wasserbezugsort.

Beim Stauwehr des Weihers ist eine Francis-Turbine (3) zur Schau gestellt. Jenseits der Strasse steht der imposante Altbau „Eichtal" (4) mit Dachreiter und Glocke. Links stürzt das Bachwasser zwischen Gebäude und Strasse stufenweise zehn Meter in die Tiefe.

Der Hang rechts wird von einem selten schönen Tulpenbaum (5) dominiert.
Auf dem Wanderweg wenden wir uns nach links und erreichen so den Tobelrand, der in das Industriegebiet Garstlig führt.

Hier stehen wir vor Büro- und Industriebauten aus neuerer Zeit. Dem Bach entlang gelangen wir auf die Feldbachstrasse. Vom Strassendamm aus sehen wir Industriebauten (6) bedeutender Firmen. Wir folgen der Feldbachstrasse abwärts und überquer die Schlattstrasse.

Durch den Zusammenfluss des Chlausbaches mit dem Tobelbach, erhält der Bach ab hier den Namen Feldbach. Hier im Zweienbach (7) treffen wir erneut auf Zeugen einstiger Wassernutzung.

Wir biegen links in den ansteigenden Sandhofweg ein. Nach wenigen Schritten durch den Wald öffnet sich uns ein weites Gebiet landwirtschaftlicher Nutzung.

Der Wiesenpfad führt zum Sandhof und geradeaus weiter, einem terrassierten Rebberg entlang, wo der „Hombrechtiker Klevner" wächst. Bei dem geteerten Strässchen biegen wir nach links ab. Das neu geschaffene Feuchtbiotop dient vielen Tieren als „Trittstein" zwischen dem Lützelsee und Zürichsee.

An den vier markanten Eichen (8) vorbei steigen wir den Schweizerrain hinauf. Dieser hat seinen Namen von der „Schweizi", der links anliegenden Höhe.

Vorbei am alten Schulhaus erreichen wir bald den Weiler Schlatt und kommen zum ältesten Haus auf Hombrechtiker Boden, dem Einsiedlerhaus (9). Kurz darauf finden wir in der bescheidenen Werkstatt (10) rechterhand einen weiteren Zeugen der Industrialisierung.

Wir überqueren die Schlattstrasse und nehmen den Aufstieg zum Schwösterrain in Angriff. Bald sind wir mitten in der Häusergruppe „Uf Dorf' mit ihren Schöpfchen und Scheunen. Gleich hinter der Weggabelung steht vor dem Rebberg eine frühere Trotte.

Diesem Schopf entlang folgen wir dem markierten Wanderweg. An der östlichsten Begrenzung der Reben steigen wir entlang eines Wiesenbächleins genau auf der Kantonsgrenze steil aufwärts. In der Falllinie gelangen wir zum Schwösterrain.

Dem markanten Grenzstein in der eigenartigen Form eines Kuchenstückes ist die Jahrzahl 1811 eingemeisselt. Der runde Kuchenrand weist nach Südosten und trägt das St. Galler Wappen, die geraden Seiten zeigen mit dem Zürcher Wappen nach Westen und Norden.

Wir wandern beim nahestehenden Haus vorbei zur nächsten Strasse und wenden uns dort nach links. Auf dem höchsten Punkt lädt uns eine Ruhebank an wunderbarer Aussichtslage zum Verweilen ein.

Diese Rundsicht war entscheidend, dass hier im Mittelalter ein wichtiger Signalisations- und Wachtposten, eine so genannte Hochwacht (11), errichtet wurde.

Wir folgen dem Strässchen immer geradeaus bis ans Ende der Familiengärten links. Das hier folgende Stück Waldrand (12) zeigt einen unerwartet grossen Artenreichtum an Bäumen. Ebenso vielgestaltig ist der Unterwuchs.

Bei der Kurve um den Wasserfall befinden wir uns im Laufenbach-Gebiet, wo unsere Ost-Route den Umgang „Einblicke — Ausblicke" (13) der Gemeinde Bubikon berührt.

Unmittelbar nach der Brücke biegen wir nach links ab und umrunden so den nördlichsten Zipfel des Chlaustobels. Der typische Zürcher Landwegweiser trägt noch die blauweisse Bemalung und den spitzen Knauf.

Das Strässchen nach rechts führt uns über die Ebene nach Hombrechtikon Tobel an die Rütistrasse. Wir folgen dieser nach links und kommen zur Strassengabelung in der Nähe vom Altersheim Sonnengarten. Wir überqueren die Etzelstrasse rechts in Richtung Dorf und folgen weiter der Rütistrasse.

Beim mit „Alexander Heer" angeschriebenen Haus, wählen wir den Abstieg links über den Weberweg hinunter ins Tobel. Da sind wir wieder in einem alten Gewerbegebiet. Wir überqueren den Bach und steigen gleich nachher rechts hinauf. Mühlen (14) nutzten die Wasserkraft des Tobelbaches.

Bald gelangen wir wieder zur Rütistrasse. Rechts befindet sich die einstige Fabrikanten-Villa Neuhof (15).

Ennet der Rütistrasse steht die dazu gehörende Scheune, jetzt „Brändli-Scheune" genannt, mit ihren gewölbten Toren aus Sandstein. Von hier machen wir einen kurzen Abstecher der Rütistrasse entlang zurück zum „Tobelrank" und schauen dort über die Abschrankung ins Tobel hinunter. Als imposanter Wasserfall (16) stürzt der Tobelbach vom Nagelfluhfelsen in sein Tosbecken.

Wir gelangen auf der Rütistrasse, vorbei an der Katholischen Kirche (17) zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Legende zur Ostroute

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Wanderzeit ca. 2 Std. (7,5 km)
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